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SQL Server 2008 R2: Überblick über die Editionen

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Den SQL Server 2008 R2 gibt es in neun verschiedenen Editionen. Diese Editionen kann man grob in drei Kategorien einteilen:

  • Premium Editionen
  • Core Editionen
  • Spezielle Editionen

Im folgenden werde ich die einzelnen SQL Server Editionen kurz erklären und die Einschränkungen aufzeigen.

Premium Editionen

Unter Premium Editionen findet man die größten und damit auch teuersten Lösungen des SQL Servers für große Datawarehouse Lösungen oder hochverfügbare und skalierbare Systeme.

  • Datacenter
    Mit dem SQL Server 2008 R2 kommt zum ersten mal eine Datacenter Edition. Mit ihr hat man die beste Lösung in den Bereichen Sicherheit und Skalierbarkeit. Die Datacenter Edition unterstützt die meisten Features der Enterprise Edition. Besonders an der Datacenter Edition ist die Unterstützung von bis zu 256 logischen Prozessoren, bis zu 25 Instanzen in einem Utility Control Point (UCP), uneingeschränkte Virtualisierung und keine Speichereinschränkungen.
  • Parallel Data Warehouse
    Diese Edition ist ebenfalls neu mit dem SQL Server 2008 R2 gekommen. Bei der Parallel Data Warehouse Edition handelt es sich um eine, speziell für große Data Warehouses, konzipierte Edition. Sie unterstützt die Massively Parallel Processing (MPP) Technologie und eine Hub-and-Spoke Architektur. Sie kann bis zu 1 Petabyte Daten in einer einzigen Solution verwalten.

Core Editionen

Unter den Core Editionen versteht man die klassische Standard und Enterprise Version. Im folgenden möchte ich nochmal auf die Unterschiede zwischen der Standard und der Enterprise Edition hinweisen.

  • Enterprise
    Die Enterprise Edition stellt eine umfassende und sichere Plattform für anwendungskritische Daten bereit. Hinzu kommen Features wie SSIS, SSRS und SSAS. Sie kann bis zu acht Prozessoren und 25 Instanzen in einem einzigen Utility Control Point (UCP) verwalten. Des Weiteren werden PowerPivot für SharePoint, Datenkomprimierung, die Master Data Services unterstützt. Es können bis zu zwei Terabyte Arbeits-speicher adressiert werden. Weiterhin werden die klassischen Features wie Backupkomprimierung, Transport Data Encryption (TDE) und gespiegelte Backups unterstützt.
  • Standard
    Die Standard Edition ist eine BI und Datenverwaltungsplattform für kleine bis mittlere Unternehmen. Sie unterstützt nicht alle Features der Enterprise oder Datacenter Edition, beinhaltet jedoch die meist-genutzten Features. Neu in der Standard Edition ist nun die Backupkomprimierung, welche vorher nur in der Enterprise Edition zur Verfügung stand. Die Standard Edition unterstützt nur bis zu vier Prozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher. Des Weiteren werden nur bis zu zwei Failover Cluster Nodes unterstützt.

Spezielle Editionen

Mit dem SQL Server 2008 R2 kommen auch Versionen, welche auf ganze spezielle Anwendungsfälle bzw. Personen zugeschnitten sind.

  • Developer
    Die Developer Edition entspricht zu 100% der Datacenter Edition. Diese Edition darf jedoch nur für die Entwicklung, für Testzwecke und zu Demonstrationen eingesetzt werden. Möchte man die installierte Developer Edition inkl. der entwickelten Lösungen live setzen, so kann man problemlos zu einer Enterprise Edition upgraden.
  • Web
    Die Web Edition hat vor allem einen preislichen Vorteil. Sie ist dafür ausgelegt primär auf Webservern installiert zu werden und damit bei Webapplikationen zum Einsatz zu kommen. Sie unterstützt wie die Standard Edition bis zu vier Prozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher. Sie unterstützt jedoch nicht die Premiumfeatures der Standard Edition.
  • Workgroup
    Die Workgroup Edition befindet sich sowohl preislich als auch funktional noch eine Stufe unter der Web Edition. Sie ist die erste Edition mit einer eingeschränkten Datenbankgröße von 512 Terabyte pro Datenbank, desweitere unterstützt sie nur zwei Prozessoren und bis zu 4GB Arbeitsspeicher. Die Workgroup Edition ist ohne Probleme upgradefähig auf die Standard oder Enterprise Edition.
  • Express
    Die Express Edition ist die kostenlose Version des SQL Servers. Die unterstützt seit dem SQL Server 2008 R2 nun eine maximale Datenbankgröße von 10 GB. Jedoch kann sie weiterhin nur einen Gigabyte Arbeitsspeicher adressieren und einen Prozessor nutzen. Diese Edition wird z.B. mit Visual Studio ausgeliefert und unterstützt kein SSIS und SSAS.
  • Compact
    Die Compact Edition ist für mobile Geräte ausgelegt oder für Desktopszenarien wo kein SQL Server installiert werden darf, sondern nur mit einer Datenbankdatei gearbeitet werden soll. Sie ist kostenlos wie die Express Edition, ist aber jedoch in ihrer Funktionalität stark eingeschränkt.

Written by Robert Meyer

April 30, 2010 um 09:53

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