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SQL Server 2008 R2: Unicode Compression

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Als Teil meiner Serien “SQL Server 2008 R2 – Alles nur BI? möchte ich euch heute ein weiteres neues Features des SQL Servers 2008 R2 vorstellen. Die Unicodekomprimierung!

Die Datenkomprimierung gibt es im SQL Server schon seit der Version 2005. Seit dem SQL Server 2008 R2 ist nun auch möglich im Zuge der Datenkomprimierung die Komprimierung von Unicode durchzuführen. Aber was ist Unicode eigentlich? Betreibt man eine Website die unter mehreren Sprachen zur Verfügung bereit gestellt wird, unter anderem z.B. Japanisch, und die Inhalte aus dem SQL Server geladen werden, so bekommt man bei der Benutzung der Datentypen VARCHAR oder CHAR schnell Zeichenkonvertierungsprobleme.
Deshalb gibt es die Datentyp NVARCHAR bzw. NCHAR welche auch mit anderen Zeichen umgehen können, als der eingestellten Sprache des SQL Server.
Der Nachteil ist, das ein Zeichen in einer NVARCHAR oder NCHAR Spalte zwei Byte belegt. Speichert man das gleiche Zeichen in eine VARCHAR oder CHAR Spalte, so belegt ein Zeichen auch nur ein Byte.
Aus diesem Grund wurde die Unicodekomprimierung eingeführt um beim speichern von Zeichen, welche weniger Platz benötigen auch weniger Platz belegt wird.

Praktisch bedeutet das: Speichert man in ein Unicodefeld mit Unicodekomprimierung Zeichen des westlichen Alphabets, so spart man bis zu 50% des Platzes. Bei z.B. japanischen Zeichen spart man hingegen nur bis zu 15% Speicherplatz.

image Wie aktiviert man die Unicodekomprimierung nun? Ich erwähnte bereits das die Unicodekomprimierung an die Datenkomprimierung des SQL Servers gekoppelt ist. Um die Datenkomprimierung für eine Tabelle zu aktivieren klickt man mit der rechten Maustaste auf die jeweilige Tabelle und wählt den Menupunkt Storage aus und dann den Eintrag Manage Compressions …, worauf sich ein Wizard öffnet mit dem man die Komprimierungsart auswählen kann. Hier stehen ROW oder PAGE zur Auswahl, wobei die Unicodekomprimierung für beide Komprimierungsarten zur Verfügung steht. Des Weiteren kann man in dem Wizard bereits erkennen wie groß die voraussichtliche Ersparnis des Festplattenspeichers sein wird. So eine Komprimierung geht aber immer mit einer höheren CPU Last einher, welche bei vielen Schreibvorgängen um die 10% liegen liegen kann.

Das ganze funktioniert natürlich auf per T-SQL Befehl der wie folgt lautet:

image

Wie groß der Nutzen für jeden selbst ist, muss getestet werden. Bei sehr großen Tabellen / Datenbanken mit Inhalten in verschiedenen Sprachen, lohnt es sich jedenfalls darüber nachzudenken die Unicodekomprimierung einzuführen.

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Written by Robert Meyer

Mai 12, 2010 at 10:04

SQL Server 2008 R2: Überblick über die Editionen

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Den SQL Server 2008 R2 gibt es in neun verschiedenen Editionen. Diese Editionen kann man grob in drei Kategorien einteilen:

  • Premium Editionen
  • Core Editionen
  • Spezielle Editionen

Im folgenden werde ich die einzelnen SQL Server Editionen kurz erklären und die Einschränkungen aufzeigen.

Premium Editionen

Unter Premium Editionen findet man die größten und damit auch teuersten Lösungen des SQL Servers für große Datawarehouse Lösungen oder hochverfügbare und skalierbare Systeme.

  • Datacenter
    Mit dem SQL Server 2008 R2 kommt zum ersten mal eine Datacenter Edition. Mit ihr hat man die beste Lösung in den Bereichen Sicherheit und Skalierbarkeit. Die Datacenter Edition unterstützt die meisten Features der Enterprise Edition. Besonders an der Datacenter Edition ist die Unterstützung von bis zu 256 logischen Prozessoren, bis zu 25 Instanzen in einem Utility Control Point (UCP), uneingeschränkte Virtualisierung und keine Speichereinschränkungen.
  • Parallel Data Warehouse
    Diese Edition ist ebenfalls neu mit dem SQL Server 2008 R2 gekommen. Bei der Parallel Data Warehouse Edition handelt es sich um eine, speziell für große Data Warehouses, konzipierte Edition. Sie unterstützt die Massively Parallel Processing (MPP) Technologie und eine Hub-and-Spoke Architektur. Sie kann bis zu 1 Petabyte Daten in einer einzigen Solution verwalten.

Core Editionen

Unter den Core Editionen versteht man die klassische Standard und Enterprise Version. Im folgenden möchte ich nochmal auf die Unterschiede zwischen der Standard und der Enterprise Edition hinweisen.

  • Enterprise
    Die Enterprise Edition stellt eine umfassende und sichere Plattform für anwendungskritische Daten bereit. Hinzu kommen Features wie SSIS, SSRS und SSAS. Sie kann bis zu acht Prozessoren und 25 Instanzen in einem einzigen Utility Control Point (UCP) verwalten. Des Weiteren werden PowerPivot für SharePoint, Datenkomprimierung, die Master Data Services unterstützt. Es können bis zu zwei Terabyte Arbeits-speicher adressiert werden. Weiterhin werden die klassischen Features wie Backupkomprimierung, Transport Data Encryption (TDE) und gespiegelte Backups unterstützt.
  • Standard
    Die Standard Edition ist eine BI und Datenverwaltungsplattform für kleine bis mittlere Unternehmen. Sie unterstützt nicht alle Features der Enterprise oder Datacenter Edition, beinhaltet jedoch die meist-genutzten Features. Neu in der Standard Edition ist nun die Backupkomprimierung, welche vorher nur in der Enterprise Edition zur Verfügung stand. Die Standard Edition unterstützt nur bis zu vier Prozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher. Des Weiteren werden nur bis zu zwei Failover Cluster Nodes unterstützt.

Spezielle Editionen

Mit dem SQL Server 2008 R2 kommen auch Versionen, welche auf ganze spezielle Anwendungsfälle bzw. Personen zugeschnitten sind.

  • Developer
    Die Developer Edition entspricht zu 100% der Datacenter Edition. Diese Edition darf jedoch nur für die Entwicklung, für Testzwecke und zu Demonstrationen eingesetzt werden. Möchte man die installierte Developer Edition inkl. der entwickelten Lösungen live setzen, so kann man problemlos zu einer Enterprise Edition upgraden.
  • Web
    Die Web Edition hat vor allem einen preislichen Vorteil. Sie ist dafür ausgelegt primär auf Webservern installiert zu werden und damit bei Webapplikationen zum Einsatz zu kommen. Sie unterstützt wie die Standard Edition bis zu vier Prozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher. Sie unterstützt jedoch nicht die Premiumfeatures der Standard Edition.
  • Workgroup
    Die Workgroup Edition befindet sich sowohl preislich als auch funktional noch eine Stufe unter der Web Edition. Sie ist die erste Edition mit einer eingeschränkten Datenbankgröße von 512 Terabyte pro Datenbank, desweitere unterstützt sie nur zwei Prozessoren und bis zu 4GB Arbeitsspeicher. Die Workgroup Edition ist ohne Probleme upgradefähig auf die Standard oder Enterprise Edition.
  • Express
    Die Express Edition ist die kostenlose Version des SQL Servers. Die unterstützt seit dem SQL Server 2008 R2 nun eine maximale Datenbankgröße von 10 GB. Jedoch kann sie weiterhin nur einen Gigabyte Arbeitsspeicher adressieren und einen Prozessor nutzen. Diese Edition wird z.B. mit Visual Studio ausgeliefert und unterstützt kein SSIS und SSAS.
  • Compact
    Die Compact Edition ist für mobile Geräte ausgelegt oder für Desktopszenarien wo kein SQL Server installiert werden darf, sondern nur mit einer Datenbankdatei gearbeitet werden soll. Sie ist kostenlos wie die Express Edition, ist aber jedoch in ihrer Funktionalität stark eingeschränkt.

Written by Robert Meyer

April 30, 2010 at 09:53

SQL Server 2008 R2 – Alles nur BI?

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sql server 2008 r2 Am 21.04.2010 war es soweit und die Launch-Veranstaltung des SQL Server 2008 R2 fand statt. Wenn ich mich mit anderen Leuten über den SQL Server 2008 R2 unterhalte, höre ich immer wieder Aussagen wie: “Der SQL Server 2008 R2 ist für mich uninteressant, der bringt ja eh nur Neuerungen im Bereich Business Intelligence.”. Das dies jedoch ganz und gar nicht der Fall ist, möchte ich in der folgenden Blogserie SQL Server 2008 R2 – Alles nur BI? zeigen. Dazu werden ich pro Woche einen Beitrag veröffentlichen wo neue Features des SQL Servers 2008 R2 vorgestellt werden, welche sich nicht auf Business Intelligence, sondern auf die Administration und Entwicklung mit dem SQL Server beziehen.

Dazu habe ich mir überlegt Beiträge zu den folgenden Themen zu bringen:

  • Überblick über die neuen Editionen des SQL Servers 2008 R2
  • SQL Server Utility und Utility Control Point (UCP)
  • Data Tier Applications
  • Integration von SQL Azure in das SSMS
  • Unicode Komprimierung
  • Möglichkeiten von Monitoring mit dem SQL Server 2008 R2

Anfangen werde ich diese Woche mit einem Überblick über alle SQL Server 2008 R2 Versionen. Wenn ihr noch weitere Wünsche habt, welche ich berücksichtigen soll, so meldet euch doch einfach bei mir 🙂

Wenn ihr die neuen Features selbst ausprobieren möchtet, so könnt Ihr den SQL Server 2008 R2 auf der Seite von Microsoft bereits herunterladen (Download).

Written by Robert Meyer

April 29, 2010 at 14:38